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Bei den Batken-Ereignissen handelte es sich um einen bewaffneten Überfall der Freischärler der Mudshaheddin der Islamischen Bewegung Usbekistans (IBU) zur Destabilisierung der zentralasiatischen Region. Ziel der Mudshaheddin war es, ein islamisches Kalifat zu errichten, den Zustand der kirgisischen Streitkräfte zu testen, die Haltung der örtlichen Bevölkerung gegenüber den Mudshaheddin und der Idee der Errichtung eines Kalifats zu erkunden, den Grad der Unterstützung der Bevölkerung für die bestehende säkulare Regierung zu ermitteln und die Möglichkeit eines gemeinsamen militärischen Vorgehens Kirgisistans, Usbekistans und anderer Republiken gegen den internationalen Terrorismus zu prüfen.
Historischer Kontext
Das Eindringen der Freischärler in unser Territorium erforderte von der Führung der Republik und der Weltgemeinschaft einen neuen Blick auf die internationale Lage und eine Bewertung der Bereitschaft der Republik, Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus und Extremismus abzuwehren.
Der Batken-Krieg offenbarte ernsthafte Mängel in der Kampfbereitschaft der Streitkräfte Kirgisistans. Aufgrund unzureichender Ausbildung wurden 55 unserer Soldaten getötet. Die unzureichende Abstimmung der Handlungen von Verteidigungsministerium, Innenministerium und Nationalgarde behinderte eine effektive Durchführung der Operation.
Die Führung der Republik führte eine Reihe von Umstrukturierungen zur Verwaltung der Territorien durch – es wurde das Gebiet Batken gegründet; in den südlichen Regionen wurden Grenztruppen eingerichtet; in der südlichen Region wurde eine Reihe von dringlichen sozial-ökonomischen und politischen Problemen gelöst. Im Jahr 2001 unterzeichneten die Mitglieder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) die Shanghaier Konvention zur Bekämpfung von Terrorismus, Separatismus und Extremismus.
1999
Anfang August 1999 drang eine Gruppe religiöser Extremisten in den Süden der souveränen Kirgisischen Republik ein, richtete im Bezirk Batken ein Lager ein und versuchte, es zu befestigen. Die Gruppe von Banditen, die sich als Opposition zu den staatlichen Behörden der Republik Usbekistan betrachteten, hatte das Ziel, das Gebiet Kirgisistans zu ihrer Basis zu machen, unerfahrene einheimische Jugendliche anzuwerben und sie zu künftigen Invasoren auszubilden. Dieser tragische Vorfall ist als Batken-Krieg in unsere Geschichte eingegangen. Dreihundert Soldaten unserer Armee wurden mit staatlichen Auszeichnungen geehrt.
2021
Vom 28. April bis zum 1. Mai kam es an allen Abschnitten und Außenposten der kirgisisch-tadshikischen Grenze zu bewaffneten Zusammenstößen. Auslöser des Konflikts war ein Streit um die Zugehörigkeit der im Dorf Kok-Tasch (Gebiet Batken) gelegenen Wasserentnahmestelle „Golownoj“ am Fluss Ak-Suu. Bei diesem Konflikt wurden 34 kirgisische Bürger getötet, 178 Menschen wurden verletzt.
2022
Zwischen dem 14. und 17. September kam es zu einem zweiten Zwischenfall an der kirgisisch-tadshikischen Grenze, der zu großen Verlusten führte. Tadshikistan begann eine militärische Aggression und griff Dörfer, zivile und militärische Einrichtungen unweit der Grenze in den Gebieten Batken und Osch an, entgegen allen zuvor getroffenen diplomatischen Vereinbarungen. Das Staatliche Komitee für Nationale Sicherheit der Kirgisischen Republik berichtete, Tadshikistan versuche, einen Teil des südlichen Gebiets Kirgisistans zu erobern. Die Staatsoberhäupter und die Leiter der Sicherheitskomitees der beiden Staaten bemühten sich in Gesprächen um schnelle Vereinbarung eines Waffenstillstand. Trotz der bereits laufenden Friedensgespräche wurden die Schießereien jedoch erst in der Nacht des 17. September eingestellt.
Infolge der militärischen Aggression Tadshikistans wurden 63 kirgisische Staatsbürger getötet, 48 Militärangehörige und 15 Zivilisten. Mehr als 200 Menschen erlitten Verletzungen verschiedener Schwere. Mehr als 140 Tausend Einwohner von Batken wurden in sichere Regionen evakuiert. Durch die Invasion der tadshikischen Seite erlitt der Staat Verluste in Höhe von 8 Milliarden Som, mehr als 700 Häuser und Gebäude wurden zerstört, die Hälfte davon konnte nicht wieder aufgebaut werden.
Kirgisische Soldaten bewiesen Heldentum und Tapferkeit. So sprengte sich Elaman Uraimov mit einer Granate in die Luft, tötete 5 tadshikische Soldaten und kam dabei selbst ums Leben. Die gefallenen kirgisischen Soldaten bewiesen Mut, vergleichbar mit den Taten der im Großen Vaterländischen Krieg gefallenen Helden der Sowjetunion Dujschenkul Schopokow und Tscholponbai Tjulberdijew.
Die genannten tragischen Ereignisse zeigten, dass Kirgisistan nie einen Konflikt selbst beginnt. Die Kirgisische Republik war gezwungen, adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das kirgisische Volk hat in diesen tragischen Tagen seinen Zusammenhalt und seine Einigkeit bewiesen.
Die Panzerbesatzungen
4 der 48 gefallenen Soldaten wurden im Gedenkkomplex “Ata-Bejit“ beigesetzt. Das sind:
- Dastan Almazbekowitsch Anarbekow (2001-2022)
- Scheraaly Uraimowitsch Anarkulow (1990-2022)
- Sanshar Anarkulow (1995-2022)
- Tilek Shanybaj uulu. (1996-2022)
Die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes, die Sicherung der territorialen Integrität, der Schutz der Grenzen, die Gewährleistung von internationalen Garantien und der Stabilität in Zentralasien sind somit zu den wichtigsten Aufgaben der Kirgisischen Republik geworden.